Mein Workflow
Digitale Fotografie ist – sofern es nicht beim Fotografieren bleibt – ein aufwändiges und kompliziertes Geschäft. Natürlich ist es fantastisch, dass heutzutage das digitalen Foto in der Kamera im heimischen PC und Fotodrucker in professioneller Qualität entwickelt, bearbeitet, ins Internet gestellt und/oder ausgedruckt werden kann. Der Weg dorthin allerdings ist oft holprig, erfordert neben entsprechend leistungsfähiger Hardware die Kenntnis und den Einsatz verschiedenster Softwareprogramme, die gut aufeinander abgestimmt sein müssen, damit am Ende das gewünschte Ergebnis herauskommt. So kann es z. B. passieren, dass mühsam vergebene Schlagwörter oder Etiketten zum Wiederfinden oder Klassifizieren der Dateien vom späteren Bildverwaltungsprogramm nicht ausgelesen werden können oder dass kein durchgängiges Farbmanagement möglich ist, weil nicht alle verwendeten Programme dies unterstützen. Bei einer früheren Version (Mac-Edition) des renommierten Verwaltungsprogramms Fotostation kam es bei mir gar zum Verlust sämtlicher Metadaten, als ich versuchte, RAW- und zugeordnete JPEG-Dateien im selben Ordner zu verwalten!
Da die Vielzahl von RAW-Entwicklern, Bildbearbeitungs- und Bildverwaltungsprogrammen, die auf dem Markt gegeneinander konkurrieren, fast nie alle anfallenden Aufgaben auf gleichbleibend hohem Niveau bewältigen, sondern meist stattdessen in einzelnen Disziplinen glänzen, setzen viele Fotografen nicht oder nicht ausschliesslich auf All-in-One-Lösungen, sondern auf eine Kombination verschiedener Lösungen. Da jedes zusätzliche Programm nicht nur das Budget belastet (man bedenke auch die regelmässigen Updates…), sondern auch den Zeitaufwand erhöht, ist es wichtig, gut auszuwählen. Ein durchdachter und cleverer "Workflow" rechnet sich also und erspart Zeit und Geld.




